Energetische Arbeit mit Steinen – Laden, Programmieren, Reinigen

Energetische Arbeit mit Steinen – Laden, Programmieren, Reinigen

Dem sogenannten „Laden“ von Steinen stehen wir eher kritisch gegenüber. Die meisten Kraftsteine, mit denen wir arbeiten, sind vor Millionen oder sogar Milliarden Jahren entstanden. Die menschliche Lebensspanne entspricht in der Geschichte eines solchen Steins nicht einmal der Dauer eines Blinzelns.

Dennoch wird in vielen Büchern, Anleitungen und Produktbeschreibungen der Eindruck vermittelt, Steine müssten regelmäßig mit Energie versorgt oder von Energie entladen werden.

Steine sind Freunde und Freunden tut man Gutes. Man nimmt sie mit ins Kino, zum Essen oder verbringt einfach eine schöne Zeit mit ihnen. Es sind die Aufmerksamkeit, die Zeit und die Energie, die man einer Verbindung schenkt, durch die sie wertvoll und fruchtbar wird. Das gilt für die Beziehung zu Menschen ebenso wie für die Verbindung zu Steinen.

Selbstverständlich kann man seine Steine auch mit ins Kino nehmen, doch wollen wir in diesem Artikel auf speziellere Methoden eingehen, um Steine zu verwöhnen, sie von schlechten Energien zu befreien und sie bei Bedarf mit den eigenen Wünschen zu „programmieren“. 

Möglichkeiten Steine zu verwöhnen / „laden“

Für das sogenannte Laden oder Reinigen von Steinen werden zahlreiche Hilfsmittel angeboten. Besonders Stücke von Amethystdrusen werden häufig als regelrechte „Reinigungsstationen“ angepriesen, auf die Du andere Steine legen sollst. Dabei sind sie selbst besondere und kraftvolle Stücke, die nicht auf die Funktion einer energetischen Ablagefläche reduziert werden sollten.

Auch industriell hergestellte Steinchips aus Hämatit oder Bergkristall überzeugen uns für diesen Zweck wenig. Sie werden zerkleinert und anschließend stundenlang getrommelt. Von der ursprünglichen Form und der natürlichen Energie des Steins bleibt dabei kaum etwas erhalten. Weshalb sollte ausgerechnet solches Zubehör notwendig sein, um einen anderen Stein energetisch zu unterstützen?

Das bedeutet natürlich nicht, dass eine solche Aufbewahrung Deinen Steinen schadet. Findest Du eine Selenitplatte unter Deinen Kraftsteinen schön oder empfindest Du eine besondere Verbindung zu einer Anordnung mit einer Amethyst-Druse, kannst Du sie selbstverständlich verwenden. Entscheidend ist lediglich, dass daraus kein vermeintliches Muss wird. Deine Steine benötigen weder eine bestimmte Unterlage noch eine vorgeschriebene Kombination aus weiteren Steinen, um von Dir gut behandelt zu werden.

Wir bevorzugen einfachere und persönlichere Methoden. Viel wichtiger als zusätzliche Hilfsmittel sind die Aufmerksamkeit und die Zeit, die Du Deinen Steinen schenkst, sowie Deine bewusste Beschäftigung mit ihnen.

Ein Platz in der Natur

Auch ein Spaziergang bietet eine schöne Gelegenheit, Steine mit hinaus in die Natur zu nehmen. Vielleicht findet sich unterwegs eine kleine Lichtung oder ein anderer geschützter Ort, der zu einer Pause einlädt. Dort können die Steine abgelegt werden, während man selbst eine Weile verweilt.

Ein Stein kann auch für einige Zeit an diesem Ort zurückbleiben und auf dem Rückweg wieder eingesammelt werden. Wer ihn nicht offen auf dem Boden liegen lassen möchte, kann beispielsweise eine hohe Astgabel oder ein anderes unauffälliges Versteck wählen und ihm dort einen kleinen Natururlaub gönnen.

Kehrt man nach einer Stunde, einem Tag oder vielleicht sogar erst nach einer Woche zurück, steigt häufig schon auf dem Weg die Spannung: „Ist er wohl noch da?“

Gerade die Möglichkeit, den Stein vielleicht nicht wiederzufinden, macht die Freude über das Wiedersehen besonders groß. Es ist ein wenig wie bei einem Freund, dem man lange nicht begegnet ist.

Sollte der Stein tatsächlich nicht mehr an seinem Platz liegen, ist er weitergezogen.

Denn:

Steine besitzt man nicht,
man beherbergt sie nur.

Vielleicht wurde der Stein von einem Menschen gefunden, der ihn in diesem Moment dringender benötigt. Wie schön ist der Gedanke, dass jemand bei einem Spaziergang unerwartet einen solchen Stein entdeckt, zu Hause mehr über seine Themen erfährt und den Fund als „Wink des Schicksals“ versteht.

Möglicherweise wird der Stein so zum Anlass, ein lange verdrängtes Problem endlich anzusehen oder eine notwendige Veränderung in die Wege zu leiten.

Körperlicher Kontakt

Eine besonders einfache und zugleich intensive Form der Verbindung besteht darin, einen Stein regelmäßig bei sich zu tragen.

Wer ihn häufig in die Hand nimmt, ihm von seinen Wünschen, Sorgen oder Ängsten erzählt und ihn gelegentlich sanft zwischen den Händen reibt, schenkt ihm Aufmerksamkeit, Liebe und die eigene positive Energie.

Die Energie anderer Steine

Ein Stein kann seine Energie nicht nur mit Menschen, sondern ebenso mit anderen Steinen teilen.

Ein Stück, das während intensiver energetischer Arbeit viel geleistet hat und nun etwas Aufmerksamkeit gebrauchen kann, lässt sich beispielsweise mit einem Kreis aus harmonisierenden Rosenquarzen umgeben. Ebenso kann es in die Mitte eines energetischen Dreiecks aus kraftvollen Karneolen gelegt werden.

Möglichkeiten zur energetischen Reinigung

Eine energetische Reinigung nimmt einem Stein weder seine positiven Eigenschaften noch die Ziele, mit denen er verbunden wurde. Entfernt werden lediglich Energien, die nicht mehr nützlich sind oder die weitere Arbeit mit ihm behindern.

Wie häufig eine Reinigung sinnvoll ist, richtet sich nach dem eigenen Gefühl. Manche Steine benötigen sie regelmäßig, andere nur selten.

Vergraben

Das zeitweilige Vergraben in der Natur ist unsere bevorzugte Methode, wenn sich viel belastende Energie in einem Stein angesammelt hat.

In der Erde kann er diese Belastungen abgeben und sich energetisch regenerieren. Dabei ist unbedingt auf seine Wasserverträglichkeit zu achten, da es auch unter der Oberfläche sehr feucht sein kann.

Die Dauer richtet sich nach der empfundenen „Schwere“ der aufgenommenen Energien. Sie kann wenige Stunden, bei intensiver Verwendung während einer schweren Krankheit, in der Sterbebegleitung oder nach einem Schicksalsschlag aber auch deutlich länger umfassen.

Ist der Stein anschließend nicht mehr auffindbar, ist er weitergezogen.

Abräuchern

So wie Räume und Personen durch Räuchern energetisch gereinigt werden, lässt sich diese Methode auch bei Steinen anwenden. Dafür wird der Stein durch den aufsteigenden Rauch bewegt oder für einige Zeit in dessen Nähe gehalten.

Dies eignet sich besonders für empfindliche Steine wie Selenit sowie für größere Rohsteine, Kristallgruppen und Drusen. Verwendet werden können beispielsweise Weißer Salbei oder andere reinigende Räuchermischungen.

Salz

Salz wird seit langer Zeit zur weltlichen und energetischen Reinigung eingesetzt.

Dafür wird grobes Meer- oder Steinsalz in eine Schale gefüllt. Die Steine werden hineingelegt, mit Salz bedeckt und bleiben dort einige Stunden. Das Salz kann für mehrere Reinigungen verwendet werden.

Da manche Steine empfindlich auf direkten Salzkontakt reagieren, können sie in ein separates Glas gelegt und von außen mit Salz umgeben werden.

„Fließendes Wasser“

Häufig wird empfohlen, Steine „unter fließendem Wasser“ zu reinigen. Darunter wird oft verstanden, sie mehrere Minuten unter einen laufenden Wasserhahn zu halten.

Wir halten diese Methode für ungeeignet. Sauberes Trinkwasser minutenlang durch den Abfluss laufen zu lassen, entspricht weder der Achtung vor der Natur noch einer bewussten energetischen Arbeit.

Vermutlich entstand diese Vorgehensweise als bequeme Interpretation der Reinigung in einem Bach, Fluss oder direkt an einer Quelle. Gerade die Nähe zur Natur, das fließende Wasser und die aufgewendete Zeit sind jedoch wesentliche Bestandteile dieser Methode.

Vor jeder Reinigung mit Wasser muss geprüft werden, ob der jeweilige Stein wasserverträglich ist.

Regen

Eine weitere naturnahe und zugleich einfache Möglichkeit ist die Reinigung mit Regenwasser.

Dafür werden die Steine draußen in eine Schale gelegt und dem Regen ausgesetzt. Anschließend werden sie herausgenommen und vorsichtig trocken getupft. Das gesammelte Regenwasser wird zurück in die Natur geschüttet.

Einen Stein mit einem Ziel verbinden

Das „Programmieren“ eines Steins ist keine Voraussetzung für die energetische Arbeit. Jeder Stein trägt seine eigene Energie, unabhängig davon, ob er mit einer bestimmten Intention verbunden oder einfach nur im Alltag bei sich getragen wird.

Dennoch kann es hilfreich sein, ein klares Ziel festzulegen, bei dessen Verwirklichung der Stein unterstützen soll. Die bewusste Beschäftigung mit dieser Intention stärkt zugleich die persönliche Verbindung zum Stein.

Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen. Ein Ziel sollte so konkret wie möglich formuliert und anschließend deutlich visualisiert werden. Kommunikation trägt dazu bei, gemeinsame Ziele zu erreichen. Das gilt für die Zusammenarbeit mit Menschen ebenso wie für die energetische Arbeit mit Steinen.

Klare Intentionen haben noch nie geschadet.

Notiere zunächst die wichtigsten Stichpunkte Deines Ziels. Formuliere daraus anschließend einen vollständigen und eindeutigen Wunsch. Stelle Dir nun vor, wie es sich anfühlt, dieses Ziel bereits erreicht zu haben. Sieh beispielsweise vor Deinem inneren Auge, wie Du einen neuen Arbeitsvertrag unterschreibst, wie Dein Anwalt Dir zum gewonnenen Prozess gratuliert oder wie Du eine erfüllte Zeit mit einem geliebten Menschen verbringst.

Sobald Dein Wunsch zu Deiner Zufriedenheit formuliert ist und Du das erreichte Ziel deutlich vor Dir siehst, überträgst Du diese Vorstellung auf Deinen Stein. Nimm ihn dafür in beide Hände und halte ihn auf Augenhöhe vor Dich. Konzentriere Dich auf die inneren Bilder und die Freude, die Du bei der Vorstellung des erreichten Ziels empfindest. Verbinde diese Gedanken anschließend bewusst mit dem Stein. Den ausformulierten Wunsch kannst Du dabei entweder laut aussprechen oder still in Gedanken wiederholen.

Alternativ kannst Du Deinen Stein mithilfe eines passenden Räucherwerks und durch das Verbrennen von Ritualpapier mit Deinem Wunsch verbinden.

Formuliere Dein Ziel zunächst wie zuvor beschrieben. Schreibe den fertigen Wunsch danach auf ein Stück Ritualpapier und verbrenne dieses nach und nach gemeinsam mit dem ausgewählten Räucherwerk. Bewege Deinen Stein währenddessen durch den aufsteigenden Rauch. Halte Dein Ziel klar vor Deinem inneren Auge und verbinde den Stein bewusst mit Deinem Wunsch.

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