Amethyst – „dem Rausche entgegenwirkend“ – Amethystos
Wirkung von Amethyst
Das griechische Wort Amethystos bedeutet übersetzt etwa „dem Rausche entgegenwirkend“. Der Name weist auf die Wirkung hin, die ihm seit der Antike zugesprochen werden: Er soll den Menschen die Nüchternheit bewahren, klärt die Gedanken und die Gefühle.
Ganz allgemein fördert er die Konzentration und stärkt die Intuition. Hilft, wann immer ein klarer Verstand benötigt wird. Besonders, um Entscheidungen mit dem Verstand zu treffen, statt den eigenen Emotionen das Ruder zu überlassen.
Bei Ritualhandlungen und energetischer Arbeit wird der Stein bei Themen der Gerechtigkeit, gerechten (nüchternen, mit dem Verstand gefassten) Entscheidungen und der Rechtsprechung sowie sachlichen Behörden-Themen eingesetzt.
Für geschliffene Schmuckstücke wird in der Regel nur der klare Quarz verwendet, während in der Energie-Arbeit häufiger die mit weißem Quarz gebänderte Variante mit dem Namen Chevron-Amethyst zum Einsatz kommt. Dazu weiter unten mehr!
Die Varianten von Amethyst
Chevron-Amethyst ist eine faszinierende Varietät des Amethyst, die sich durch charakteristische V-förmige oder zickzackförmige Muster auszeichnet, die durch abwechselnde Schichten von violettem Amethyst und weißem Quarz entstehen. Manchmal ist auch Rauchquarz sichtbar, was das Muster noch interessanter aussehen lässt und auch die energetische Wirkung beeinflusst.
Chevron-Amethyste sind seltener als gewöhnliche Amethyste und ihnen werden zusätzlich zu den Eigenschaften des normalen Amethysts weitere Kräfte zugeschrieben. Etwa die Förderung von Klarheit und Fokus sowie die Verstärkung der intuitiven Fähigkeiten.
Der Name „Chevron“ leitet sich von seinem markanten Muster ab. In militärischen Kontexten werden Chevrons als Rangabzeichen verwendet, typischerweise in Form von V-förmigen Streifen auf Uniformärmeln. Der Begriff wurde auf den Amethyst übertragen, weil dieser Stein ein ähnliches V-förmiges oder zickzackartiges Muster aufweist.
Amethyst-Drusen entstehen in natürlichen Hohlräumen von Gesteinen, die oft vulkanischen Ursprungs sind. Diese Hohlräume, sogenannte Geoden, bilden sich zunächst durch Gasblasen im erkaltenden Lavagestein. Später dringen mineralhaltige Lösungen in die Hohlräume ein.
Unter idealen Bedingungen kristallisiert Quarz in Form von Amethyst an den Innenwänden. Über Jahrtausende wachsen dabei beeindruckende violette Kristalle, die die gesamte Höhlung auskleiden. Geoden sind immer geschlossen (wie ein Ei) und müssen aufgebrochen werden, um das Kristallinnere sichtbar zu machen.
Im Gegensatz zur Geode ist die Druse nicht kugelförmig geschlossen, sondern häufig eine offene, von außen sichtbare Kristalloberfläche. Die Kristalle wachsen dabei beispielsweise in eine Vertiefung oder einen Spalt hinein oder eine Geode wurde geöffnet – entweder durch Menschen oder durch die Natur.
Solche Amethyst-Drusen können von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern groß werden und werden auch häufig zur energetischen Reinigung oder Aufladung anderer Steine verwendet sowie zur Raumenergetisierung verwendet.
Der Amethyst-Zahn ist eine Wachstums-Variante, bei der die energetische Wirkung von Amethyst durch die volksmagische Wirkung der „Zahn“-Symbolik unterstützt wird. Wer etwas energetische Unterstützung dabei braucht, die sprichwörtlichen „Zähne zu zeigen“, sich abzugrenzen, gegen Mobbing oder andere Ungerechtigkeiten vorzugehen oder negative Energien abzuwenden, der findet in einem Amethyst-Zahn einen kraftvollen Helfer.
Diese Wuchsform entsteht durch bestimmte Bedingungen während des Kristallwachstums, vor allem durch unregelmäßige Wachstumsimpulse, Temperaturschwankungen und Veränderungen in der Versorgung mit mineralhaltigen Lösungen. Diese Kristalle werden oft aus unvollständigen Drusen herausgelöst, sind aber ansonsten naturbelassen. Es ist ihre natürliche Form.
Ein weiteres Merkmal der „Zahn“-Kristalle ist, dass sie Zonen von Farbkonzentration aufweisen: Die Spitzen sind meist intensiver violett gefärbt, während die Basis farbloser oder heller und zudem rau ist. Das liegt daran, dass während der Wachstumsphase Eisen und Strahlungseinwirkung an den äußeren Kristallspitzen stärker wirken, sodass dort die Farbe intensiver entwickelt wird.
Als Amethyst-Blumen bezeichnet man eine Wachstums-Variante von Amethyst, bei der dieser in der Form von kleinen Knospen gewachsen ist, ohne in einer Matrix verankert zu sein. Diese einzigartigen Cluster entstehen unter speziellen geologischen Bedingungen.
Am Anfang steht häufig ein kleiner Hohlraum oder eine offene Spalte im Gestein, der entweder vulkanischen Ursprungs ist (z. B. Gasblasen in Lava) oder durch tektonische Prozesse entstanden ist. In diesen Hohlräumen zirkulieren über sehr lange Zeiträume mineralhaltige, meist silikatreiche Lösungen. Die Bedingungen müssen sehr ruhig und konstant sein, damit die kleinen, individuellen Kristalle langsam und ungestört wachsen können.
Was die Amethyst-Blumen so besonders macht: Die Kristalle wachsen direkt von einer minimalen Kontaktfläche aus, oft von einem dünnen, bereits vorhandenen Kristallansatz oder von einer „Kristallsaat“. Durch den langsamen Aufbau bilden sie eine rosettenartige, blumenähnliche Struktur, bei der alle Kristalle strahlenförmig angeordnet sind.
Diese ungewöhnliche Form lädt dazu ein, den Kristall von allen Seiten zu betrachten – wie eine kleine Meditation. Ihre Kombination aus natürlicher Schönheit und symbolischer Bedeutung macht sie zu besonderen Sammlerstücken.
Wissenswertes über den Amethyst
Amethyst sieht für uns violett aus, aber in Wirklichkeit ist er es gar nicht. Seine Farbe entsteht durch winzige Veränderungen in seinem Kristallgitter, verursacht durch Spuren von Eisen und natürliche Strahlung. Diese Veränderungen sorgen dafür, dass bestimmte Wellenlängen des Lichts absorbiert werden und wir den Stein violett sehen. Wenn man jedoch einen Amethyst zermahlt, zerstört man diese kristalline Struktur. Das Pulver erscheint dann nicht mehr violett, sondern erinnert an Zucker oder ist hellgrau. Die violette Farbe ist also keine Eigenschaft des Materials, sondern entsteht nur im Zusammenspiel von Licht und der unversehrten Kristallstruktur.
Eine Frage, die wir regelmäßig hören, dreht sich um den Amethysten und die Sonneneinstrahlung. Vielen Erzählungen nach soll man diesen Kristall unbedingt vor der Sonne schützen, da er sonst verblasst. Mehr dazu findest Du im Artikel „Dürfen Amethyste in der Sonne liegen?“
Anwendungsvorschlag für den Amethyst
Um orale Süchte (natürlich besonders nach Alkohol) zu verringern, soll man den Überlieferungen nach einen Amethyst bei sich führen und diesen bei beginnendem Verlangen kurz auf die Zunge legen. Gleichermaßen soll ein Schluck Amethyst-Wasser helfen.
Der Amethyst eignet sich auch für die Unterstützung von Pflanzen.
Mehr dazu findest Du im Artikel Kraftsteine und Pflanzen – eine magische Verbindung!
Amethyst Edelsteinwasser
Den Amethysten findet man am häufigsten in der sogenannten „Grundmischung“ zur Edelsteinwasser-Herstellung, also kombiniert mit Rosenquarz und Bergkristall. Grundsätzlich sollte man Edelsteinwasser einer einzelnen Steinsorte nicht über einen längeren Zeitraum täglich zu sich nehmen, sondern die Anwendung und deren Ziele regelmäßig hinterfragen und situationsbedingt abwechseln oder aussetzen. Die Grundmischung bildet hierbei eine Ausnahme, denn die Wirkung aller Steine ist so aufeinander abgestimmt, dass sie gleichermaßen reinigend (Bergkristall), ausgleichend (Amethyst) und harmonisierend (Rosenquarz) wirkt, aber nicht überdosiert werden kann. Nur rohe (oder aus Sicherheitsgründen leicht angetrommelte) Amethyste eignen sich zur Herstellung von Edelsteinwasser zu inneren oder äußeren Anwendung. Alle Steine mit polierter, glatter Oberfläche sollten nicht direkt in Wasser gelegt werden, welches getrunken werden soll, da sich Politurstoffe oder ähnliche Hilfsmittel aus diesen Steinen lösen könnten.
Man hört immer wieder, dass Amethyste unter Einfluss von UV-Strahlen (Sonnenlicht) ihre Farbe verlieren. Das stimmt aber nur, wenn sie zuvor mit Strahlung für einen dunkleren Farbton behandelt wurden! Mehr darüber in unserem Artikel „Dürfen Amethyste in der Sonne liegen?“.
Wir beziehen unsere polierten Stücke und unsere Taschensteine direkt aus Madagaskar. Alle Drusen und Blumen beziehen wir hingegen aus Brasilien oder Uruguay. Polierte Einzelspitzen kommen aus Madagaskar (Chevron) oder Brasilien (klar).
Diese Steine importieren wir direkt aus Madagaskar!
Für Einzelpersonen auf Madagaskar ist der Export – gerade aus abgelegenen Gegenden – sehr schwierig zu bewerkstelligen und mit vielen rechtlichen Hürden versehen. Unsere Steine aus Madagaskar beziehen wir daher über einen bewusst gewählten Zwischenhändler. Die amerikanische Firma kauft Ware von unabhängigen Sammlern und Kunsthandwerkern an bzw. beschäftigt vor Ort eigene Kunsthandwerker zu fairen Bedingungen (inklusive Kinderbetreuung, Krankenstation, Ausstattung von Schulen, Brücken- und Brunnenbau etc.) und sorgt für den Export direkt an uns.
Mehr Informationen dazu in unserem Artikel über unsere Mineralien aus Madagaskar.
Diese Steine beziehen wir direkt aus Brasilien!
Die Steine wurden dort von einheimischen Kunsthandwerkern von Hand geformt und poliert. Der Kontakt zu einer Handvoll kleinen Familien-Betrieben in Brasilien, die uns die gefertigte Ware 2x jährlich persönlich auf Handelsmessen mitbringen, ermöglicht es uns, diese Steine fair gehandelt anbieten zu können. Wir zahlen faire Preise für die Rohware und diese wird für uns direkt im Herkunftsland zu fairen Löhnen verarbeitet. Dadurch, dass wir das Material vor Ort verarbeiten lassen, können wir einen nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzen für die lokale Bevölkerung generieren.
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Hinweis:
Alle Informationen und Aussagen zur Wirkungsweise von Steinen basieren auf Erfahrungswerten und der entsprechenden Literatur.
Wir weisen hiermit ausdrücklich darauf hin, dass jegliche Aussagen bezüglich heilender Wirkungen von Steinen auf dieser Website weder wissenschaftlich nachgewiesen noch medizinisch anerkannt sind. Eine Garantie für die Wirksamkeit oder Unbedenklichkeit der geschilderten Anwendungen kann nicht gegeben werden. Edelsteine sind nicht geeignet, um ernsthafte Krankheiten zu behandeln. Sie stellen weder eine Therapie noch eine Diagnose im ärztlichen Sinn dar. Bei Erkrankungen ist grundsätzlich der Besuch eines Arztes angeraten. Die Verwendung von Steinen darf keinesfalls ärztlichen Rat oder Hilfe ersetzen. (Weitere Hinweise)